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Geschrieben

Herr XXX verfügt über ein äußerst umfassendes und hervorragendes Fachwissen, das er zur Bewältigung seiner Aufgaben stets sehr sicher und erfolgreich einsetzte.

Sein Aufgabengebiet umfasste im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

-

Er hat sich innerhalb kürzester Zeit in den ihm gestellten Aufgabenbereich eingearbeitet. Er verfolgte die vereinbarten Ziele nachhaltig und erfolgreich. Seine Arbeitsweise war sehr zuverlässig, und sein Arbeitsstil war stets geprägt durch sorgfältige Planung und Systematik. Darüber hinaus beeindruckte er stets durch qualitativ und quantitativ hervorragende Ergebnisse. Dabei war er auch höchstem Zeitdruck und Arbeitsaufwand stets gewachsen. Herr XXX hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen war stets hervorragend.

Herr XXX verlässt unser Unternehmen zum 31.08.2023 auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.

Wir bedauern es sehr, Herrn XXX zu verlieren, danken für seine stets wertvolle Arbeit und wünschen ihm sowohl für seine berufliche als auch private Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

-----------------------

Für mich liest es sich wie eine 1-2.
Gibt es für euch auffällige Formulierungen?
Vielen Dank im Voraus!

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 06:22 schrieb Leumast:

Gibt es für euch auffällige Formulierungen?

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Natürlich finde ich welche!

Bewältigung - gewaltiges Wort, klingt für mich nach "es war schwierig".

"den ihm gestellten Aufgabenbereich", "die vereinbarten Ziele" & "die ihm übertragenen Aufgaben" - also genau die, nix darüber hinaus. In der Häufung: ordentliche Scheuklappen!

Aber innerhalb deiner nie überschrittenen Grenzen bekommst du die 1 (-2).

Geschrieben

Schon Wahnsinn, wie sehr Wörter zu subjektiven Betrachtungsweisen verdreht beziehungsweise genutzt werden können.
Dabei sollte die Sprache, um ihrem Nutzen gerecht zu werden, mit grammatikalischer Genauigkeit nach Definitionen, ohne emotionale Eindrücke und entpersonalisiert genutzt werden.
Erst die Adjektive und Subjektive geben einem Substantiv sowie dem gesamten Satz eine genaue Bedeutung, welche linguistisch gesehen nur eindeutig sein sollte. 

Be·wäl·ti·gung
/Bewä́ltigung/
Substantiv, feminin [die]
das Bewältigen
"die Bewältigung dieser Schwierigkeiten"

Dennoch kann man wie beschrieben daraus auch verschieden interpretieren...
Finde ich Wahnsinn, würde ich ein solches Zeugnis mit aller besten Absichten schreiben, so könnte man einfach aus ganz vielen Wörtern auch etwas Schlechteres interpretieren. 
Genauso umgekehrt, geschrieben, mit schlechter Absicht könnte positiv interpretiert werden. 
Gibt es denn für Arbeitszeugnisse ein klar definiertes Regelwerk, wie welches Wort genau zu betrachten ist? 
Weil eine encodierte Sprache muss ja auch für viele Leser decodierbar sein...  

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 07:05 schrieb Eckbert96:

Gibt es denn für Arbeitszeugnisse ein klar definiertes Regelwerk, wie welches Wort genau zu betrachten ist? 

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Nein. Es gibt nur die Vorgabe, dass es wohlwollend formuliert sein muss.

Im Umkehrschluss sind die Formulierungen kritischer zu lesen, Selbstverständlichkeiten werden zwecks Textmenge oder zur Ablenkung verwendet und alles Unerwähnte weckt den Anschein des Negativen.

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 06:31 schrieb allesweg:

Natürlich finde ich welche!

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Danke!

  Am 15.8.2023 um 06:31 schrieb allesweg:

Bewältigung - gewaltiges Wort, klingt für mich nach "es war schwierig".

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Statt Bewältigung dann vielleicht einfach "Erledigung" ?

  Am 15.8.2023 um 06:31 schrieb allesweg:

"den ihm gestellten Aufgabenbereich", "die vereinbarten Ziele" & "die ihm übertragenen Aufgaben" - also genau die, nix darüber hinaus. In der Häufung: ordentliche Scheuklappen!

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An welcher Stelle würdest du hier etwas umformulieren?
"Er hat sich innerhalb kürzester Zeit in seinen Aufgabenbereich eingearbeitet." ?

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 07:28 schrieb Leumast:

Danke!

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Ich wäre nicht ich, wenn ich in einem Arbeitszeugnis nix fände ;)

  Am 15.8.2023 um 07:28 schrieb Leumast:

Statt Bewältigung dann vielleicht einfach "Erledigung" ?

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Ja, klingt für mich besser.

  Am 15.8.2023 um 07:28 schrieb Leumast:

An welcher Stelle würdest du hier etwas umformulieren?
"Er hat sich innerhalb kürzester Zeit in seinen Aufgabenbereich eingearbeitet." ?

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Ebenfalls gut. Ggf. noch einen weiteren Satz, falls du aktiv über deinen Tellerrand geblickt hättest. Falls du jedoch einfach nur deine Tickets abgearbeitet hättest...

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 07:32 schrieb allesweg:

Ebenfalls gut. Ggf. noch einen weiteren Satz, falls du aktiv über deinen Tellerrand geblickt hättest. Falls du jedoch einfach nur deine Tickets abgearbeitet hättest...

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Habe mich hier an einer Formulierung etwas schwer getan, was hältst du von:
"Herr XXX hat die ihm übertragenen Aufgaben stets nicht nur zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt, sondern zeigte auch regelmäßig Initiative und Engagement über den direkten Verantwortungsbereich hinaus."
-ChatGPT

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 07:21 schrieb allesweg:

Nein. Es gibt nur die Vorgabe, dass es wohlwollend formuliert sein muss.

Im Umkehrschluss sind die Formulierungen kritischer zu lesen, Selbstverständlichkeiten werden zwecks Textmenge oder zur Ablenkung verwendet und alles Unerwähnte weckt den Anschein des Negativen.

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Verstehe (das sind ja schon quasi Regelungen)

  Am 15.8.2023 um 07:37 schrieb tkreutz2:

Ein Online Check gibt mir folgende Bewertung:

Ohne Titel.png

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Interessant, wo hast du diese Analyse gemacht? 

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 08:38 schrieb allesweg:

Negationen sollten generell vermieden werden und im Speziellen wird das Wörtchen "nicht" viel zu oft überlesen.

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"Herr XXX hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und zeigte auch regelmäßig Initiative und Engagement über den direkten Verantwortungsbereich hinaus."

So langsam kommen wir der Sache näher :) 

Geschrieben
  Am 15.8.2023 um 14:46 schrieb tkreutz2:

Das erst beste Online Tool, finde gerade den Link nicht, aber ich bin kein HRler und stehe Analysen / Tools auch immer skeptisch gegenüber.

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Das Tool gibt es unter https://www.arbeitszeugnisportal.de/arbeitszeugnis-analyse-automat/zeugnisanalyse/ aber du hast es leider falsch verwendet. Da soll man immer einzelne Sätze reinkopieren und nicht das ganze Zeugnis. Daher auch der dritte Hinweis auf deinem Screenshot ^^ 

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