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Geschrieben

Diese Gehaltsdiskussionen fahren sich zu schnell fest. 

Ja, man kann mit Glück und dem richtigen Ort auch nach der Ausbildung weit über 50k verdienen und das ohne Studium. Allerdings ist das, was @Brapchu schreibt richtig. Viele sind es nicht und man kann deutlich darunter landen, auch als FI:SI oder FI:AE. Ich habe ja berufsbedingt Kontakt zu hunderten ehemaligen Azubis und lebe auch noch in einer relativ teuren Region. Trotzdem sind die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung bei den allermeisten um die 36k (teils aber auch deutlich! niedriger). 

Natürlich gibt es dann wieder den einen Azubi, der mit 45k+ einsteigt, Boni bekommt, einen Firmenwagen, 100% HO und co. Ich würde aber hier im Forum nicht der Illusion erliegen, dass es einem selbst nach der Ausbildung genauso ergehen wird. Ich denke man sollte da realistisch an die Sache rangehen, seine Region googeln und schauen was so geht. Dann wird man irgendwo etwas unter Median landen, da dieser oftmals die berufserfahrenen mit einrechnet (zumindest in den meisten Quellen, die ich so sehe).

Ein Studium ist auch kein Garant für ein hohes Einkommen. Da kenne ich wieder in beide Extreme so einige Fälle. Mein Einstiegsgehalt in meinem ersten Job nach der Ausbildung war auch der absolute Heuler, wahrscheinlich im untersten zehnten von dem was hier so gepostet wird (Inflation bereits inkludiert). Man darf sich eben nicht damit abfinden, Unternehmen wechseln oder eben studieren gehen, falls man einfacher in manchen Bereichen (bei mir z. B. ÖD) nach oben kommen möchte. 
 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb skylake:

Diese Gehaltsdiskussionen fahren sich zu schnell fest. 

Ja, man kann mit Glück und dem richtigen Ort auch nach der Ausbildung weit über 50k verdienen und das ohne Studium. Allerdings ist das, was @Brapchu schreibt richtig. Viele sind es nicht und man kann deutlich darunter landen, auch als FI:SI oder FI:AE. Ich habe ja berufsbedingt Kontakt zu hunderten ehemaligen Azubis und lebe auch noch in einer relativ teuren Region. Trotzdem sind die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung bei den allermeisten um die 36k (teils aber auch deutlich! niedriger). 

Natürlich gibt es dann wieder den einen Azubi, der mit 45k+ einsteigt, Boni bekommt, einen Firmenwagen, 100% HO und co. Ich würde aber hier im Forum nicht der Illusion erliegen, dass es einem selbst nach der Ausbildung genauso ergehen wird. Ich denke man sollte da realistisch an die Sache rangehen, seine Region googeln und schauen was so geht. Dann wird man irgendwo etwas unter Median landen, da dieser oftmals die berufserfahrenen mit einrechnet (zumindest in den meisten Quellen, die ich so sehe).

Ein Studium ist auch kein Garant für ein hohes Einkommen. Da kenne ich wieder in beide Extreme so einige Fälle. Mein Einstiegsgehalt in meinem ersten Job nach der Ausbildung war auch der absolute Heuler, wahrscheinlich im untersten zehnten von dem was hier so gepostet wird (Inflation bereits inkludiert). Man darf sich eben nicht damit abfinden, Unternehmen wechseln oder eben studieren gehen, falls man einfacher in manchen Bereichen (bei mir z. B. ÖD) nach oben kommen möchte. 
 

Wenn man ambitioniert ist und nicht wechselscheu ist, ist es nicht wirklich schwer. Ich bin auch mit 38k eingestiegen, und nach 9 Monaten kurz vor 50k als FIAE. Ich hatte nie wirklich Glück - habe einfach viel gelernt. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb cmaker:

Wenn man ambitioniert ist und nicht wechselscheu ist, ist es nicht wirklich schwer. Ich bin auch mit 38k eingestiegen, und nach 9 Monaten kurz vor 50k als FIAE. Ich hatte nie wirklich Glück - habe einfach viel gelernt. 

Na ja, es kommt auch stark auf die Region an. In München ist ein Einstieg unter 50k schon eher schlecht oder gar nicht verhandelt. Geht man dann z. B. nach Magdeburg (ohne da jetzt echte Gehälter zu kennen) oder Gelsenkirchen wären die 50k nach zehn Jahren schon vollkommen ok.

Ansonsten kann ich von Jobhopping nur abraten. Klar kann es mal ein oder zwei Stationen geben die nicht gut laufen aber es sollten schon auch längere Stationen vorhanden sein. Warum sollte ein Betrieb jemanden einarbeiten geschweige den einstellen der eh gleich wieder weg ist. Das wäre nur unwirtschaftlich.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Earl Hickey:

Na ja, es kommt auch stark auf die Region an. In München ist ein Einstieg unter 50k schon eher schlecht oder gar nicht verhandelt. Geht man dann z. B. nach Magdeburg (ohne da jetzt echte Gehälter zu kennen) oder Gelsenkirchen wären die 50k nach zehn Jahren schon vollkommen ok.

Ansonsten kann ich von Jobhopping nur abraten. Klar kann es mal ein oder zwei Stationen geben die nicht gut laufen aber es sollten schon auch längere Stationen vorhanden sein. Warum sollte ein Betrieb jemanden einarbeiten geschweige den einstellen der eh gleich wieder weg ist. Das wäre nur unwirtschaftlich.

Ja, Köpfchen dabei einschalten ist vorausgesetzt.

Geschrieben

Also die 50k solltest du 2-3 Jahre nach der Ausbildung durchaus erreichen können.

Je nach Region steigt man halt ab 33-35k ein. In einigen Gebieten bei 36-40k.
Bei uns bekommt der IT-Leiter 55k und das ist für die Region gut, der GF liegt selbst nur bei 120k :D

Ich halte es also durchaus für realistisch, dass du nach der Ausbildung bei 36-40k landen kannst, je nach Ausbildung und Aufgabengebiet.

Und nach 3 Jahren Berufserfahrung solltest du auch die 50k erreichen können, muss nicht, aber kann.
Alles über 50k wird dann immer schwieriger.

Die Aktuelle Marktlage braucht dich ja nicht zu interessieren, du hast ja erstmal drei Jahre Ausbildung vor dir.

Geschrieben

Ich find dieses Festgefahre auf einen Einstieg bei 36k total überholt...

Der ö.D wird ja gerne als schlecht bezahlend dargestellt und selbst dort steigt man bei nahezu allen Behörden (zumindest hier im Großraum Hannover,  auch generell nicht gerade die IT-Hochburg) mindestens mit einer EG 9a ein. Und das sind, egal ob TVöD oder TV-L bereits ca. 45k. Klar sind dort die Entwicklungsmöglichkeiten in gleichbleibender EG nicht gut aber immerhin wäre es ein solider Einstieg und zumindest hier in der Region wird ziemlich viel gesucht.

Ich selbst werde dieses Jahr nach der Ausbildung (FIAE) mit ähnlichem Gehalt einsteigen und bin im Vergleich innerhalb meiner Berufsschulklasse eher im unteren Drittel.

Die 36k sehe ich da eher noch in  Kleinstbetrieben. Aber das ist ja jedem selbst überlassen...

Geschrieben

Hannover mag da anders sein.
Ein Freund ist letztes Jahr nach der Ausbildung beim Landkreis mit knapp 37k eingestiegen.

Etwa 30-40km nördlich von Hannover.

Die Gruppe war E7 oder E8, bin mir grad nicht sicher, nur die Summe hatte ich noch im Kopf.

Geschrieben

Das war aber dann auch noch vor den letzten Erhöhungen. Und gerade in diesem Radius lässt sich auch deutlich besseres finden.

Bei 36k liegt aktuell die EG 3 Stufe 1. Das bekommen ungelernte Kräfte in einfachsten Tätigkeiten, wie Post sortieren oder pförtnerdienste. Da muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, dass einige das hier noch als angemessenes Einstiegsgehalt für gelernte ITler mit teils sehr anspruchsvollen Tätigkeiten sehen.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb AE234:

mindestens mit einer EG 9a

Das Wort "mindestens" würde ich hier definitiv nicht verwenden. Eingruppierung liegt in der Range E5 - E10 (seltenst mal drüber). 

Gibt genug Städte, die auch TVL-E5 ausschreiben für ausgelernte FI:SI oder auch mal eine TVL-E6. Auch diese Stellen findet scheinbar Abnehmer, da die auch nicht sonderlich lange auf den Portalen zu finden sind.

vor 2 Stunden schrieb AE234:

36k total überholt...

Finde ich persönlich auch. Bei Steuerklasse 1 landet man dann bei 2k netto (+- paar Euro). Große Sprünge sind davon auch nicht möglich, jetzt mal unabhängig der Region. Auf der anderen Seite:

Immobilienpreise galoppieren seit Jahren davon und auch in der Wirtschaft ist es mit den allermeisten Stellen nicht mehr möglich, sich relativ stressfrei ein Haus zu finanzieren. Nicht bei 3%+ Zinsen und den teilweise aberwitzigen Preisen auf dem Markt.

Das Problem sind noch nichtmal die 36k an sich, sondern die Frage welche Entwicklungsmöglichkeiten sich mittelfristig bieten. Im ÖD ohne Studium wäre mir das viel zu unsicher. Jeder der dort arbeitet kennt jemanden der sich auf E11/E12 oder E13 hochgearbeitet hat aber auch genug Fälle von Personen die auf der E5-E9 sitzen bis sie das Rentenalter erreichen. 

Wenn 36k, dann nur extrem kurz und auch nur als Sprungbrett in ein Unternehmen welches deutlich besser vergütet. Meine Meinung.

Geschrieben

Hallo zusammen,

Danke für eure zahlreichen Antworten! :) 

Jetzt kann ich mir wenigstens ein Bild davon machen, was bei entsprechender Leistung, Motivation und natürlich einer guten Portion Glück möglich ist.

Das mit der Eingruppierung im öffentlichen Dienst habe ich auch schon gehört und scheint wohl sehr unterschiedlich zu sein. Bei meiner Frau in der Kommune fangen die Fachinformatiker mit E9a an, wie ich auf Nachfrage erfahren habe. Ich behaupte mal, dass das Jahresbruttogehalt von ca. 45k iklusive des 13 Monatsgehalt ein nettes Einstiegsgehalt ist.

Mein Plan ist es generell auch, mich nach der Ausbildung wegzubewerben, bzw. habe damit auch überhaupt kein Problem. Ich bin mal gespannt, wie das mit der Ausbildung wird - besonders mit den ganzen jungen Menschen wieder die Schulbank zu drücken. Ach, ist das aufregend! :D

Kurze andere Frage noch: Was haltet ihr von den Weiterbildungen nach der Ausbildung wie zum Beispiel "Bachelor Professional" bzw. "IT-Fachwirt"? Ein Studium kommt für mich definitiv nicht mehr in Frage, obwohl es natürlich die bessere Alternative wäre, da es mehr Anerkennung bei den Arbeitgebern findet. 

Geschrieben
Am 26.3.2025 um 11:41 schrieb AE234:

Das war aber dann auch noch vor den letzten Erhöhungen. Und gerade in diesem Radius lässt sich auch deutlich besseres finden.

Ich weiß nicht, wann die Erhöhung war, aber bei ihm war das aus Juli 2024.

Bei uns bekommen die normalen Azubis 30k nach der Ausbildung.
Die Azubis in der IT 34.200€.
Das gehaltsgefüge im Unternehmen gibt nicht viel mehr her, gerade in der jetzigen Zeit, 2024 rote Zahlen und 2025 kommen ebenfalls rote Zahlen auf uns zu.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 35 Minuten schrieb Bananajoee:

Hallo zusammen,

Danke für eure zahlreichen Antworten! :) 

Jetzt kann ich mir wenigstens ein Bild davon machen, was bei entsprechender Leistung, Motivation und natürlich einer guten Portion Glück möglich ist.

Das mit der Eingruppierung im öffentlichen Dienst habe ich auch schon gehört und scheint wohl sehr unterschiedlich zu sein. Bei meiner Frau in der Kommune fangen die Fachinformatiker mit E9a an, wie ich auf Nachfrage erfahren habe. Ich behaupte mal, dass das Jahresbruttogehalt von ca. 45k iklusive des 13 Monatsgehalt ein nettes Einstiegsgehalt ist.

Mein Plan ist es generell auch, mich nach der Ausbildung wegzubewerben, bzw. habe damit auch überhaupt kein Problem. Ich bin mal gespannt, wie das mit der Ausbildung wird - besonders mit den ganzen jungen Menschen wieder die Schulbank zu drücken. Ach, ist das aufregend! :D

Kurze andere Frage noch: Was haltet ihr von den Weiterbildungen nach der Ausbildung wie zum Beispiel "Bachelor Professional" bzw. "IT-Fachwirt"? Ein Studium kommt für mich definitiv nicht mehr in Frage, obwohl es natürlich die bessere Alternative wäre, da es mehr Anerkennung bei den Arbeitgebern findet. 

Bin damals 2022 fertig geworden mit der Ausbildung und habe E8 bekommen, 1 Jahr später E9, halbes Jahr später E10. 

Im ÖD kann man sich auch "Hocharbeiten", wobei das "Hocharbeiten" eigentlich Tätigkeiten waren, die ich ausgeübt hatte, aber nicht in der Stellenbeschreibung berücksichtigt waren.

Durch viel Meckern und Drängeln beim Vorgesetzten ging das bei mir zum Glück recht schnell …

Zu dem Bachelor Professional: Wie du schon schreibst, es ist ein Fachwirt und kein B. Sc. Wie viel der dir im Bereich IT bringt, ist schwer zu beurteilen. In mehreren Foren liest man immer andere Meinungen. Ist bestimmt ein nice to have, aber ob es das wert ist ... na ja. 

Ich persönlich finde den Bachelor Professional unnötig. Ein Kumpel hat die Qualifikation auch gemacht, sitzt aber auf der gleichen Stelle wie seine 5 anderen Kollegen ohne Bachelor Professional / Fachwirt. 

Kleiner Nachtrag: Ich sitze z.B. auf einer Stelle, die theoretisch ein Studium benötigen würde, ohne Bachelor Professional. 

Bearbeitet von xyz-xyz
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb Bananajoee:

Kurze andere Frage noch: Was haltet ihr von den Weiterbildungen nach der Ausbildung wie zum Beispiel "Bachelor Professional" bzw. "IT-Fachwirt"? Ein Studium kommt für mich definitiv nicht mehr in Frage, obwohl es natürlich die bessere Alternative wäre, da es mehr Anerkennung bei den Arbeitgebern findet. 

Es kommt darauf an was du damit vor hast. Ich wollte nach x Jahren voll von ChangeRequests, welche nicht sein hätten müssen, und ebenso viel Frust nur noch weg aus der beruflichen Softwareentwicklung und hin zur vernünftigen Planung. Der OP führte im Endeffekt zu einem Betriebs- und Rollenwechsel, mit dem ich deutlich zufriedener bin als davor. Auch Programmiere ich zwischendrin zwar auch noch, allerdings entscheide ich da selbst in welchem Umfang. Ebenso gene ich auch Schulungen und bin für die Einarbeitung neuer Kollegen verantwortlich. Also alles in allem, sehr abwechslungsreich. 

Bearbeitet von Earl Hickey
Geschrieben
Am 27.3.2025 um 12:27 schrieb Bananajoee:

Bei meiner Frau in der Kommune fangen die Fachinformatiker mit E9a an

und wenn die Stelle sich nicht ändert, steigt man nur in der Stufe und nicht in der Entgeltgruppe. Dann kommt man in nur 15 Jahren auf 55k€. Also falls keiner sich querstellt und die üblichen Stufenlaufzeiten eingehalten werden.

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